Der Alltag kann manchmal anstrengend werden.

Vielleicht brauchst du Unterstützung bei:

🧹 Putzen
🛒 Einkaufen
🚶 Spaziergängen
🏥 Arztbesuchen
🧺 Wäsche
💬 Betreuung oder Begleitung

Genau dafür gibt es den:

Entlastungsbetrag der Pflegekasse

Viele Menschen kennen diese Leistung nicht —
obwohl sie ihnen zusteht.

Was ist der Entlastungsbetrag?

Der Entlastungsbetrag ist eine Leistung der Pflegeversicherung nach § 45b SGB XI.

Er soll Menschen mit Pflegebedarf unterstützen,
damit sie möglichst lange zuhause leben können.

Außerdem sollen pflegende Angehörige entlastet werden.

Wie hoch ist der Entlastungsbetrag 2026? 💶

Seit 2025 gilt:

✅ 131 € pro Monat
✅ bis zu 1.572 € pro Jahr

Die Leistung wurde von 125 € auf 131 € erhöht.

Der Betrag steht allen Menschen mit Pflegegrad 1 bis 5 zu.

Wichtig zu wissen ❗

Der Entlastungsbetrag wird:

nicht bar ausgezahlt

Das bedeutet:

Du bekommst kein Geld direkt auf dein Konto.

Die Pflegekasse übernimmt stattdessen die Kosten für anerkannte Unterstützungsangebote.

Meist läuft das so:

📑 Du reichst Rechnungen ein
oder
🏢 der Anbieter rechnet direkt mit der Pflegekasse ab

Wofür kannst du den Entlastungsbetrag nutzen? 🏡

Die Leistungen sollen den Alltag erleichtern.

Zum Beispiel für:

✔️ Haushaltshilfe
✔️ Putzen und Aufräumen
✔️ Wäsche waschen
✔️ Einkaufshilfe
✔️ Begleitung zum Arzt
✔️ Spaziergänge
✔️ Betreuung bei Demenz
✔️ Gespräche und Beschäftigung
✔️ Alltagsbegleitung
✔️ Unterstützung bei Freizeitaktivitäten
✔️ Begleitung zur Apotheke, zum Amt oder Friseur

Die Hilfe kann praktisch, sozial oder betreuend sein.

Unterstützung bei Demenz 🧠

Besonders wichtig ist der Entlastungsbetrag für Menschen mit Demenz.

Möglich sind zum Beispiel:

💙 gemeinsame Spaziergänge
💙 Beschäftigungsangebote
💙 Gespräche
💙 Gedächtnistraining
💙 Betreuung zuhause

Das kann Angehörige spürbar entlasten.

Wer hat Anspruch?

Den Entlastungsbetrag erhalten:

✅ Menschen mit Pflegegrad 1
✅ Menschen mit Pflegegrad 2
✅ Menschen mit Pflegegrad 3
✅ Menschen mit Pflegegrad 4
✅ Menschen mit Pflegegrad 5

Voraussetzung:
Die Person lebt zuhause oder in bestimmten ambulanten Wohnformen.

Wichtig: Pflegegrad 1 bekommt besonders wenig Leistungen

Menschen mit Pflegegrad 1 erhalten oft nur wenige Leistungen der Pflegeversicherung.

Der Entlastungsbetrag ist deshalb besonders wichtig.

Denn:
Er kann helfen,
frühzeitig Unterstützung im Alltag zu bekommen.

Wer darf die Leistungen erbringen?

Nicht jede Hilfe wird von der Pflegekasse bezahlt.

Die Unterstützung muss meist erfolgen durch:

✔️ anerkannte Dienste
✔️ zugelassene Anbieter
✔️ geschulte Helferinnen
✔️ anerkannte Nachbarschaftshelfer
innen
✔️ Ehrenamtliche mit Schulung

Die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland.

Deshalb lohnt sich eine Nachfrage bei:
📞 Pflegekasse
📞 Pflegestützpunkt
📞 Beratungsstelle

Nicht genutztes Geld verfällt nicht sofort ⏳

Viele Menschen nutzen den Betrag nicht jeden Monat vollständig.

Das ist wichtig zu wissen:

📅 Nicht genutzte Beträge können bis zum 30. Juni des Folgejahres übertragen werden.

Beispiel:
Nicht genutzte Leistungen aus 2025 können noch bis zum 30.06.2026 verwendet werden.

Danach verfällt das Geld.

Warum nutzen viele Menschen den Betrag nicht?

Viele wissen gar nicht:

⚠️ dass sie Anspruch haben
⚠️ welche Angebote erlaubt sind
⚠️ wie die Abrechnung funktioniert
⚠️ dass auch kleine Hilfen möglich sind

Dadurch bleiben jedes Jahr viele Leistungen ungenutzt.

Warum ist der Entlastungsbetrag sinnvoll? 💡

Für dich:

💙 Hilfe im Alltag
💙 mehr Selbstständigkeit
💙 Entlastung bei anstrengenden Aufgaben
💙 mehr Sicherheit zuhause
💙 längeres Wohnen in der eigenen Wohnung

Für Angehörige 👨‍👩‍👧

Auch Angehörige profitieren.

Denn der Entlastungsbetrag kann helfen:

✔️ Überlastung zu vermeiden
✔️ kleine Pausen zu ermöglichen
✔️ Betreuung zu organisieren
✔️ Unterstützung im Alltag zu sichern

Pflegende Angehörige leisten oft sehr viel —
und brauchen ebenfalls Entlastung.

Kombination mit anderen Leistungen möglich 📌

Der Entlastungsbetrag kann oft zusätzlich genutzt werden zu:

✔️ Pflegegeld
✔️ Pflegesachleistungen
✔️ Verhinderungspflege
✔️ Tagespflege
✔️ Kurzzeitpflege

Dadurch kann mehr Unterstützung finanziert werden.

Tipp: Die 40-%-Umwandlung

Viele kennen auch diese Möglichkeit nicht:

Wenn Pflegesachleistungen nicht vollständig genutzt werden,
können bis zu 40 % davon zusätzlich für anerkannte Alltagshilfen eingesetzt werden.

Das nennt man:

Umwandlungsanspruch (§ 45a / § 36 SGB XI)

Dadurch können oft deutlich mehr Unterstützungsleistungen genutzt werden.

Wo bekommst du Hilfe?

Beratung bieten zum Beispiel:

✅ Pflegekassen
✅ Pflegestützpunkte
✅ EUTB-Beratungsstellen
✅ ambulante Pflegedienste
✅ Sozialdienste
✅ Verbraucherzentralen

Weitere Informationen

🔗 https://www.pflegeberatung.de
🔗 https://www.bundesgesundheitsministerium.de
🔗 https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/

Fazit 💙

Der Entlastungsbetrag kann den Alltag deutlich erleichtern.

Er hilft:
✔️ länger zuhause zu leben
✔️ Unterstützung zu organisieren
✔️ Angehörige zu entlasten
✔️ Selbstständigkeit zu erhalten

Und das Wichtigste:
Viele Menschen haben Anspruch darauf —
nutzen die Leistung aber noch nicht.

Darum:
Informieren, beraten lassen und Hilfe annehmen.